A Country By Bus


Begonnen hat alles bei der Weihnachtsfeier von B&R, nach einem Abend voller Belanglosigkeiten stand plötzlich eine Frage im Raum:

Hast du schon Pläne für Dein nächsten Urlaub

 

Wer sie letztendlich gestellt hat, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Wie sie beantwortet wurde sei hier kurz umrissen.

Behilflich bei der Beantwortung dieser komplizierten aber angenehmen Frage waren, wie könnte es anders sein meiner einer und ein weiterer aus den Reihen der Missionare aus dem sonnigen Süden. Da 50% der Reisegemeinschaft bereits in den USA verweilten, wurde kurzerhand beschlossen, Mexico

Jenes Land, welches sich immer weiter nach Norden erstreckt (zumindest dessen Bevölkerung). Also ging es an einem der darauffolgenden Wintertage ins nächste Reisebüro, um die �berfahrt nach Amerika vorzubereiten. Doch auch eine Fluglinie war bald gefunden, welche meiner einen über den Atlantischen Ozean nach Atlanta im ach so fernen Georgia brachte.

Halt - Wieso nicht direkt nach Mexico dem Ziel unserer "schönsten Tage im Jahr". Nicht aufgepa�t? Der werte Kollege weilte zwecks beruflichen Zwängen in �bersee, um die technischen Ergüsse einiger Innviertler dem amerikanischen Durchschnittstechniker näher zubringen.

Nach meinem ersten Hamburger und einigen Stunden Schlaf, ging es mit er zurück zum Flughafen um eine jener Maschinen zu besteigen, welche der Menschheit den Traum vom Fliegen ermöglichen. Schon bei betreten des Flugzeugs wurde uns klar, es geht in ein fremdes Land. Eine Erkenntnis, die Pauschaltouristen mitunter erspart bleibt -

 

Also das Wiener auf Mallorca, einfach köstlich.

Angekommen in konnte das Quecksilber verglichen mit Atlanta noch einige Grade zulegen. Bei 25-30 ?C lä�t es sich schon einigerma�en aushalten. Noch etwas verwirrt von den ersten Brocken spanisch und im Gedanken bereit in der Zona Rosa, waren wir plötzlich von Mädchenscharen umringt. Da hat wohl wieder einer aus der Presseabteilung nicht schweigen können. Wie sich später herausstelle fand neben der Gemeinderatswahl auch ein Schulprojekt statt, bei welchem die Schüler angehalten waren nicht Mexikaner in eine Dialog zu verwicklen, welche sie auf Ton- oder Videobändern festhielten. Wie weit hier unsere Interviews der Sache nützlich waren sei dahin gestellt, der Unterhaltungswert steht au�er Diskussion.

Mexico City selbst lä�t sich am besten mit der Metro - ein gut ausgebautes U-Bahn Netz - bereisen. Auf der Suche nach einer Unterkunft, war uns eine Kanadierin im Dienste der UNO behilflich. Mit leichtem Gepäck ging es nun weiter in einer der grö�ten Städte der Erde. Doch wir kamen nicht recht weit, denn schon nach wenigen Metern, lauerten und schon die nächsten Schüler auf, die ihre Englischkenntnisse unbedingt erproben und wahrscheinlich auch verbessern wollten. Hier noch einmal eine Entschuldigung, hoffentlich haben wir nicht zu viel Schaden angerichtet.

Nach so intensiven Impressionen am ersten Tag in Mexiko City waren wir in der glücklichen Lage den Abend mit einem, zwei, drei oder waren es vier Tequillas ausklingen zu lassen.

Bei unserem ersten Ausflug in Mexiko City hatten wir bereits ausgekundschaftet, wie wir zu den Pyramiden von Teotihuac·n kommen. Einfach über den Paseo de la Reforma und mit der METRO zum Terminal Sud. Von da geht es dann direkt mit dem Bus zu den Pyramiden. Mit der Gewi�heit einer kurzen Anreise begannen wir den zweiten Tag mit einem ausgiebigem dessajuno. Zu einem Zeitpunkt, wo wir noch nicht wu�ten, das in Mexiko City Gemeinderatswahlkampf mit dazugehöriger Parade stattfand.

Eine Parade die auf jener Stra�e stattfand, welche unser Hotel von der nächsten U-Bahn Station trennte. Und so kam es, da� es uns für die nächsten zwei Stunden nicht möglich war, die Stra�e zu überqueren. Versuche es dennoch zu probierten wurde von den Mexikanern nur als Versuch einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern interpretiert.

Wie knapp wir an einem gezücktem Messer vorbeigegangen sind, wird uns aufgrund unserer mä�igen spanisch Kenntnisse für immer verborgen bleiben. Doch auch diese Wahlveranstaltung ging zu Ende und so war uns doch noch ein Blick auf die Pyramiden von Sonne und Mond und die Stra�e des Todes gegönnt. Wie soll ich sagen einer alten Tradition zu folgen, konnten wir auch den zweiten Tag mit einem, zwei , drei....